Ing.enium untersucht den Mythos des Ingenieurs als männlicher Macher- und Machtfigur.
Für seine szenische Installation lädt der Schauspieler Konstantin Bez seinen Vater, einen Diplom-Ingenieur der Nachrichtentechnik im Ruhestand, ein, mit ihm auf der Bühne zu stehen. Im industriellen Setting der Spreehalle rekonstruieren die beiden gemeinsam mit dem Musiker Michael Hoppe, der Video-Künstlerin Inti Gallardo und der Data-Analytics-Ingenieurin Aileen Posadas, Szenen männlicher Technik-Sozialisation. Was bedeutet die Zuschreibung “technikaffiner Mann” oder “deutscher Ingenieur”? Wie wirken rückständige maskuline Codes, die momentan ein globales Revival erleben, in ihnen? Welche Erfahrungen machen FLINTA-Personen in den nach wie vor von Männern dominierten Ingenieurwissenschaften?
Ing.enium ist der Versuch einer Begegnung zwischen Vater und Sohn, einer Vermittlung zwischen technischem und künstlerischem Mindset und die Suche nach einer Sprache jenseits stereotyper Geschlechter-Erzählungen.
Sprache: Deutsch/Englisch

