Zwischen Müggelsee und Dämeritzsee erstreckt sich Neu Venedig, eine der ungewöhnlichsten Siedlungen Berlins. Das verwinkelte Kanalsystem mit seinen zahlreichen Wasserstraßen, Brücken und direkt am Wasser gelegenen Grundstücken erinnert tatsächlich an die italienische Lagunenstadt und verleiht diesem Köpenicker Ortsteil seinen besonderen Charme.
Die verzweigten Wasserwege laden zu ausgedehnten Paddeltouren ein, während die schmalen Brücken und Stege die einzelnen Grundstücke miteinander verbinden. Viele der Häuser haben einen direkten Wasserzugang mit eigenem Bootssteg. Bei einem Spaziergang entlang der Ufer entdeckt man liebevoll gestaltete Gärten und kann das ruhige Treiben auf dem Wasser beobachten. Die Siedlung ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler und Naturliebhaber.
Entstanden ist diese außergewöhnliche Siedlung in den 1920er Jahren, als das sumpfige Gebiet zwischen den beiden Seen trockengelegt und die charakteristischen Kanäle angelegt wurden. Die Idee, hier ein "Venedig vor den Toren Berlins" zu schaffen, prägt bis heute das Erscheinungsbild dieser besonderen Wohngegend.
Ob mit dem Kanu, dem Kajak oder zu Fuß – Neu Venedig bietet eine willkommene Auszeit vom Großstadttrubel. Besonders in den Sommermonaten, wenn die Gärten in voller Blüte stehen und das Leben auf dem Wasser pulsiert, zeigt sich die Siedlung von ihrer schönsten Seite. Ein Geheimtipp für alle, die das besondere Berlin abseits der bekannten Pfade entdecken möchten.

