Der Berliner Mauerweg folgt auf rund 160 Kilometern dem Verlauf der einstigen Grenzanlagen um West-Berlin. Zwischen Teltowkanal und Rudower Höhe im Berliner Südosten finden sich bis heute Reste der Hinterlandmauer, Wachtürme, Kolonnenwege und Gedenkorte, die an die Toten an der Grenze erinnern.

Informationsstelen entlang des Weges tragen die Namen derer, die bei Fluchtversuchen ihr Leben verloren haben. Zwischen Nähe Massantebrücke, Ernst-Ruska-Ufer und Hornkleepfad reihen sich die Erinnerungen an Siegfried Widera, Georg Feldhahn, Dieter Berger, Michael Kollender und weitere Opfer aneinander. Wer die Strecke bewusst abgeht oder mit dem Rad abfährt, bekommt ein Gefühl für die Dimension der Grenzanlagen, die Berlin fast drei Jahrzehnte zerteilt haben.

Ein besonders lohnendes Detail für Interessierte: Am Mauerweg in der Nähe der Rudower Höhe weist eine Tafel auf den Berliner Spionagetunnel hin, der in den 1950er-Jahren von US- und britischen Nachrichtendiensten unter der Grenze hindurchgetrieben wurde. Ein sieben Meter langes Originalsegment dieses Tunnels ist im AlliiertenMuseum in Zehlendorf ausgestellt.