Kleines Theater, große Herzensangelegenheit: Das Stadttheater Köpenick (bis 2018 Stadttheater Cöpenick) blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1889 reicht. Damals hob sich zum ersten Mal der Vorhang am Alten Markt. Nach dem Abriss des ursprünglichen Gebäudes in den 1950er Jahren fand das Theater 1992 in der Kunstfabrik Köpenick eine neue Heimat – und seitdem ein treues Stammpublikum.

Das Programm ist bewusst breit gefächert und familienorientiert: Komödien, Boulevard, Puppenspiel für Kinder, Kabarett, musikalische Abende und immer wieder Berliner Stoffe, ob als Revue oder als Inszenierung klassischer Berliner Humorwelten. Der künstlerische Leiter Bernd Wefelmeyer sorgt dafür, dass Programm und Inszenierungen ihren eigenen Ton finden – jenseits der großen Stadttheater-Bühnen.

Das Besondere: Das Theater wird ehrenamtlich getragen. Nach drohender Schließung 2018 haben sich die Mitglieder des Ensembles zusammengeschlossen und den Weiterbetrieb in Eigenregie gesichert. Genau das macht einen Abend im Stadttheater aus: die spürbare Nähe zwischen Bühne und Publikum, die Liebe zum Detail – und die Gewissheit, einen Ort zu unterstützen, der nur noch existiert, weil Menschen ihn nicht aufgeben wollten.